Wichtige Informationen zur zukünftigen EN 16510

Ist Ihr Prüfbericht fit für die EN 16510?

Wir möchten Ihnen noch einmal die aktuellen Informationen zur zukünftigen Normenreihe EN 16510 zukommen lassen.

 

Was ist die EN 16510?

Die EN 16510 Teil 1 und der zugehörige Teil 2 werden die EN 13240 für Raumheizer, die EN 13229 für Kamin-/ Heizeinsätze, die EN 12815 für Herde und die EN 12809 für Heizkessel ersetzen. Es ist außerdem beabsichtigt, dass Sie auch die EN 14785 für Pelletfeuerstätten sowie die EN 15250 für Speicherfeuerstätten ersetzen.

Bei der Überarbeitung der vorgenannten Europäischen Normen wurden die innerhalb des 5-jährigen Überarbeitungszeitraums enthaltenen Kommentare berücksichtigt.

Dieses Dokument wurde unter einem Mandat erarbeitet, das die Europäische Kommission und die Europäische Freihandelszone dem CEN erteilt haben, und unterstützt grundlegende Anforderungen der EU-Richtlinien.

Die Normenreihe EN 16510, Häusliche Heizgeräte für feste Brennstoffe ist wie folgt aufgebaut:

—        Teil 1: Allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren;

—        Teil 2-1: Raumheizer

—        Teil 2-2: Kamineinsätze einschließlich offene Kamine

—        Teil 2-3: Herde

—        Teil 2-4: Heizkessel für feste Brennstoffe mit einer Nennwärmeleistung bis 50 kW

—        Teil 2-5: Speicherfeuerstätten

—        Teil 2-6: Raumheizer zur Verfeuerung von Holzpellets

 

Wie ist der aktuelle Stand der Normung?

Derzeit liegen die Teile 1, 2-1, 2-2, 2-3 und 2-4 als vorläufige FprEN (final draft) vor.

Der Zeitpunkt des Inkrafttretens kann zurzeit nicht genau abgeschätzt werden und uns liegen noch keine offiziellen Mitteilungen vor. Um uns und unsere Prüflabore entsprechend darauf vorzubereiten gehen wir derzeit von einem Inkrafttreten ab Frühjahr 2017 aus.

 

Was hat die Normenänderung für Auswirkungen?

Die neue Normenreihe unterscheidet sich in ihren Teilen in wesentlichen Punkten von den vorangegangenen Normen, so dass in vielen Fällen Nachprüfungen bis hin zu neuen Typprüfungen erforderlich sind. In jedem Fall ist eine Bewertung der vorhandenn Daten des bestehenden Prüfberichts notwendig, ob dieser und die zugrunde liegende Prüfung den Anforderungen der EN 16510 entsprechen. Ist dies der Fall kann ein neuer Prüfbericht nach EN 16510 erstellt werden. An den Prüfbericht werden ebenfalls neue Anforderungen gestellt.

Wir sind bemüht unsere Prüfungen laufend den Anforderungen der vorläufigen EN 16510 anzupassen, so dass aktuelle Prüfungen den Anforderungen genügen und umgeschrieben werden können. Somit können auch Typprüfungen, die im Jahr 2016 vor Inkrafttreten der Normenreihe stattfinden umgeschrieben werden (der zu diesem Zeitpunkt gültige Normenstand wird berücksichtigt).

 

Wie ist der zeitliche Ablauf?

Wie oben bereits erwähnt, gibt es noch kein konkretes Datum für das Inkrafttreten. Wir bereiten uns intern auf ein Inkrafttreten ab Frühjahr 2017 vor. Nach Inkrafttreten wird es eine Übergangszeit geben (beantragt sind 3 Jahre / voraussichtliche Übergangszeit 2 Jahre). Wenn diese Übergangszeit abgelaufen ist, muss die Leistungserklärung eines Bauproduktes zwingend auf einem gültigen Prüfbericht nach EN 16510 basieren.

Da die Bewertung der vorhandenen Daten eines Prüfberichtes bzw. etwaige Neuprüfungen und die entsprechenden Erstellung eines neuen Prüfberichts viel Arbeitszeit in Anspruch nehmen, ist dieser Übergangszeitraum relativ kurz, so dass Sie sich frühzeitig mit der Umstellung beschäftigen sollten.

Gerne informieren wir Sie telefonisch oder stehen Ihnen für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Vom 24.-26.02.2016 befinden wir uns auf der Messe Progetto Fuoco in Verona. Auch dort bieten wir Ihnen gerne ein persönliches Gespräch an.

Neue dänische Verordnung für Feuerungsanlagen am 22.01.2015 in Kraft getreten

Am 22.01.2015 ist die Verordnung für Feuerungsanlagen „regulering af luftforurening fra fyringsanlæg til fast brændsel under 1 MW“ in Kraft getreten. Diese beinhaltet neue Grenzwerte für Feuerstätten mit und ohne wasserführende Bauteile, welche ab dem 26.07.2015 gültig sind:

Staubförmige Emissionen:

5 g/kg (10 g/kg) nach NS 3058-1 und NS 3058-2 (norwegische Methode)

oder 40 mg/m³ nach DINplus-Methode

OGC:               150 mg/m³

 

Zwei Jahre nach dem Datum des Inkrafttretens werden die Grenzwerte für o. g. Feuerstätten noch einmal verschärft:

Staubförmige Emissionen:

4 g/kg (8 g/kg) nach NS 3058-1 und NS 3058-2 (norwegische Methode)

oder 30 mg/m³ nach DINplus-Methode

OGC:                  120 mg/m³

 

Link: https://www.retsinformation.dk/forms/r0710.aspx?id=167776#Kap9  (Bilag 1)

 

Grænseværdier / emissionskrav for rumopvarmere

Rumopvarmere med og uden vandtank skal opfylde grænseværdierne for støv og OGC, dog kun ved en af prøvningsmetoderne for støv:

Stof Grænseværdi Måleprincip Prøvningsmetode
Støv 5 g/kg, og en maksimal emission på 10 g/kg i de enkelte prøvningsintervaller Fortyndingstunnel NS 3058-1 og NS 3058-2 (udregnet efter NS 3059, klasse 1 eller 2, afhængig af fyringsanlæggets størrelse) eller en tilsvarende standard for måling af partikelemission fra rumopvarmere, anerkendt i EU, EFTA-lande eller Tyrkiet.
40 mg/normal m3 ved 13 % O2 Direkte i røggaskanalen Relevant harmoniseret produktstandard, eller hvis ikke denne indeholder beskrivelse af emissionsmålemetoder, så CEN/TS15883, Annex A. 1 (Apparater til fast brændsel til husholdningsbrug – Metoder til emissionsprøvning), eller tilsvarende standard for måling af partikelemissioner fra rumopvarmere, anerkendt i EU, EFTA-lande eller Tyrkiet.
OGC 150 mg C/normal m3 ved 13 % O2 Direkte i røggaskanalen Relevant harmoniseret produktstandard, eller hvis ikke denne indeholder beskrivelse af emissionsmålemetoder, så CEN/TS15883, Kapitel 4 (Apparater til fast brændsel til husholdningsbrug – Metoder til emissionsprøvning), eller tilsvarende standard for måling af OGC emission fra rumopvarmere, anerkendt i EU, EFTA-lande eller Tyrkiet.

Fra d. (= 2 år efter ikrafttrædelsesdatoen) skal rumopvarmere med og uden vandtank opfylde emissionskravene for støv og OGC, dog kun ved en af prøvningsmetoder for støv:

Stof Grænseværdi Måleprincip Prøvningsmetode
Støv 4 g/kg, og en maksimal emission på 8 g/kg i de enkelte prøvningsintervaller Fortyndingstunnel NS 3058-1 og NS 3058-2 (udregnet efter NS 3059, klasse 1 eller 2, afhængig af fyringsanlæggets størrelse) eller en tilsvarende standard for måling af partikelemission fra rumopvarmere, anerkendt i EU, EFTA-lande eller Tyrkiet.
30 mg/normal m3 ved 13 % O2 Direkte i røggaskanalen Relevant harmoniseret produktstandard, eller hvis ikke denne indeholder beskrivelse af emissionsmålemetoder, så CEN/TS15883, Annex A. 1 (Apparater til fast brændsel til husholdningsbrug – Metoder til emissionsprøvning), eller tilsvarende standard for måling af partikelemissioner fra rumopvarmere, anerkendt i EU, EFTA-lande eller Tyrkiet.
OGC 120 mg C/normal m3 ved 13 % O2 Direkte i røggaskanalen Relevant harmoniseret produktstandard, eller hvis ikke denne indeholder beskrivelse af emissionsmålemetoder, så CEN/TS15883, Kapitel 4 (Apparater til fast brændsel til husholdningsbrug – Metoder til emissionsprøvning), eller tilsvarende standard for måling af OGC emission fra rumopvarmere, anerkendt i EU, EFTA-lande eller Tyrkiet.
Grundofen

Änderung der Grenzwerte durch neuen Art.15a B-VG für Österreich und wichtige Informationen für Kachelofenbauer (2015)

Ab dem 01.01.2015 gelten neue Gesetze in Österreich

Am 31.12.2012 wurde im Landesgesetzblatt für Wien die neue

Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über das Inverkehrbringen von Kleinfeuerungen und die Überprüfung von Feuerungsanlagen und Blockheizkraftwerken

veröffentlicht.

Für den Produktbereich der Festbrennstoff-Feuerstätten haben sich die Grenzwerte geändert. Diese Änderungen bzw. Verschärfungen der Werte sind ab 01.01.2015 gültig.

Ab diesem Datum müssen die in Verkehr gebrachten Feuerstätten folgende Grenzwerte erfüllen:

Auszug aus dem Art. 15a B-VG:

Händisch beschickte Raumheizgeräte*) (Holzbrennstoffe):

  • CO-Emissionen = 1100 mg/MJ (unverändert)
  • NOx-Emissionen = 150 mg/MJ (unverändert)
  • OGC-Emissionen = 50 mg/MJ (vorher 80 mg/MJ)
  • Staub-Emissionen = 35 mg/MJ (vorher 60 mg/MJ)
  • Mindestwirkungsgrad = 80 % (vorher 78 %)

 

Automatisch beschickte Raumheizgeräte**) (Holzpellets):

  • CO-Emissionen = 500 mg/MJ (unverändert)
  • NOx-Emissionen = 100 mg/MJ (vorher 150 mg/MJ)
  • OGC-Emissionen = 30 mg/MJ (unverändert)
  • Staub-Emissionen = 25 mg/MJ (vorher 50 mg/MJ)
  • Mindestwirkungsgrad = 80 % (vorher 78 %)

 

*) Z.B. Raumheizer nach: DIN EN 13240, DIN EN 13229, DIN EN 12815, DIN EN 15250, DIN EN 15821

**) Z.B. Raumheizer nach: DIN EN 14785

Die Einhaltung der Grenzwerte ist durch die entsprechenden Typprüfungen nachzuweisen.

 

 

Grundöfen müssen ab dem 01.01.2015 einen Emissionsnachweis führen

Mit Inkrafttreten der Ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen – 1. BImSchV) vom 22.03.2010 müssen ab dem 01.01.2015 Grundöfen (handwerklich errichtete Speicher-Feuerstätten) nach TR OL (Technische Regel für das Ofen- und Luftheizungsbauhandwerkes) einen Emissionsnachweis führen.

Dieser Nachweis kann nach zwei Methoden erbracht werden:

  1. Vor-Ort-Messung nach der Errichtung der Feuerungsanlage
  2. Typprüfung der Feuerstätte oder einer Feuerstättenfamilie nach einer anerkannten Norm durch eine akkreditierte Prüfstelle (wie die RRF)

Es gelten die Grenzwerte für Kachelofenheizeinsätze mit Füllfeuerungen nach DIN EN 13229/A1.

Sollten Sie als Erbauer von Grundöfen oder Speicherfeuerstätten nähere Informationen wünschen, beraten wir Sie gerne telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch.

 

 

Flagge Europas

Bauproduktenverordnung (EU) Nr. 305/2011

Diese Verordnung legt Bedingungen für das Inverkehrbringen von Bauprodukten oder ihre Bereitstellung auf dem Markt ab den 1. Juli 2013 durch die Aufstellung von harmonisierten Regeln über die Angabe der Leistung von Bauprodukten in Bezug auf ihre wesentlichen Merkmale sowie über die Verwendung der CE-Kennzeichnung für diese Produkte fest.

Die Verordnung wurde in Deutschland in das Bauproduktengesetz aufgenommen und ist somit rechtsverbindlich.

Was ändert sich für den Hersteller von Festbrennstoff-Feuerstätten?

Bisher war es ausreichend eine Konformitätserklärung auszustellen und eine CE-Kennzeichnung am Bauprodukt anzubringen. Die Konformitätserklärung wird „erweitert“ und zukünftig als Leistungserklärung bezeichnet. Die CE-Kennzeichnung wird ebenfalls verändert und muss eine „Beziehung“ zur entsprechenden Leistungserklärung aufweisen.

Was ändert sich für bereits in Verkehr gebrachte Bauprodukte?

Bauprodukte, die vor dem 1. Juli 2013 in Übereinstimmung mit der Richtlinie 89/106/EWG in Verkehr gebracht wurden, gelten als mit dieser Verordnung konform. Die Hersteller können eine Leistungserklärung auf der Grundlage einer Konformitätsbescheinigung oder einer Konformitätserklärung erstellen. Eine Veränderung der CE-Kennzeichnung ist nicht erforderlich.

Was ändert sich für die notifizierten Prüfstellen?

Grundlage für die Notifizierung einer Prüfstelle durch die Europäische Kommission ist eine Akkreditierung nach ISO/IEC 17025. Diese Akkreditierung muss eine Prüfstelle nachweisen um nach dem 1. Juli 2013 Prüftätigkeiten (Prüfungen als Grundlage für die Erstellung der Leistungserklärung und die Vergabe des CE-Zeichens) weiterzuführen.

RRF Akkreditierung: DIN EN ISO/IEC 17025:2005, DAkkS Nr. D-PL-17727-01-00